Die Geschichte des Autohauses Bischoff

Ende Oktober 2016: Einweihung der neuen Halle in der Boostedter Strasse 368

dsc_9111-panoramaDie Halle bietet Platz für eine Fahrzeugaufbereitung, Smart-Repair, Dellen-Technik,
eine Waschstraße bis 3m Waschhöhe für mittlere Nutzfahrzeuge und PKW, eine Serviceannahme für Nutzfahrzeuge sowie drei Bühnen für ein Gesamtgewicht von 6,5t.

Geschäftsübergabe an Frank P. Sirocko im Dezember 2009:

Unser Geschäftsinhaber Frank P. Sirocko mit seiner Familie

2004: 70jähriges Jubläum des Betriebes

2004 wurde das Unternehmen Ford-Bischoff GmbH 70 Jahre. Zum Jubiläum wurde der neue Betrieb in der Boostedter Straße 368 gebaut.

1987: Verkauf des Betriebes an Bernd Bahr

Diesen Gedanken nahm er zum Anlass, seinen Betrieb im Februar 1987 an Bernd Bahr zu verkaufen. Otto Bischoff unterstützte seinen Unternehmensnachfolger mit Rat und Tat. Aus dieser Verbindung haben sich viele Herzlichkeiten entwickelt, so dass Otto Bischoff und Bernd Bahr auch heute noch ein freundschaftliches Verhältnis verbindet, in dem Bernd Bahr bei sich ergebenden Neuerungen, Veränderungen und Gegebenheiten Otto Bischoff weiterhin unterrichtet . Mit der Übernahme des Betriebs durch Bernd Bahr fanden einige baulichen Veränderungen statt. Im Laufe der Jahre wuchs und entwickelte sich das Unternehmen mit Erfolg. Im Jahre 1992 erfolgte ein großer Umbau, um mit den Marktentwicklungen Schritt zu halten. Die gravierende Wirtschaftsentwicklung, nicht nur zum Guten, ist besonders im Automobilgeschäft nicht stehen geblieben. Radikale Veränderungen durch die sich stetig verändernden Marktgegebenheiten und durch neue Vorgaben des Herstellers haben viele alte Strukturen zerstört. Diese Entwicklung ist nicht an Neumünster vorbeigegangen. Ziel dieser Entwicklung sind größere Einheiten zu schaffen, damit die Unternehmen wirtschaftlicher betrieben werden können. Die Unworte unserer Zeit heißen Kostenreduzierung und Personalreduzierung. Der Firma Bischoff ist es gelungen, seine personellen Strukturen zu behalten, zu festigen und zu erhalten.

Die Ford-Werke haben für den Standpunkt Neumünster nur noch einen Händlerbetrieb vorgesehen. Autohaus Bischoff ist daher gefordert, diesem Vertrauensbeweis Rechnung zu tragen. In den alten Räumlichkeiten im Haart wären wir nicht in der Lage, diese gestellten Aufgaben zu erfüllen. Also haben wir uns entschlossen, für unsere Kunden ein neues modernes Autohaus in der Boostedter Straße 368 zu bauen. Das Autohaus ist nach neuesten und den vom Hersteller geforderten Standards konzipiert. Nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch Ausstattung und Einrichtung sind nach gemäß den europaweit geltenden Richtlinien „Retail Look & Style“ entstanden . Ein wesentlicher Punkt in der Neuplanung bestand in der Schaffung ausreichender Anzahl von Parkplätzen für Kunden und Besucher.

1953: Neubau des Betriebes im Haart

Wie viele andere Unternehmen profitierte auch die Firma Bischoff vom wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit. 1953 hatte die Familie dann den Mut gefasst, im Haart 105-111 einen neuen Betrieb zu bauen. Diese Maßnahme war erforderlich geworden, weil die Räumlichkeiten für das expandierende Unternehmen nicht mehr ausreichten. Zwischenzeitlich war die Firma Bischoff Vertriebshändler für den LKW-Hersteller Magirus Deutz, für Lloyd und für die Firma Borgward. Bischoff hatte offensichtlich so hohe Rücklagen gebildet, dass für die Baumaßnahme keine Fremdmittel aufgenommen werden mussten.

Otto Bischoff bestand seine Kraftfahrzeugmeisterprüfung am 10. Oktober 1957. Vater Bischoff und Sohn Otto verband eine herzliche Kameradschaft und eine grundlegende Übereinstimmung bei den Entscheidungen im Tagesgeschäft, das keineswegs für die Zeit üblich war. Deswegen hatte Robert Bischoff seinen Sohn Otto sogleich mit einer 50-prozentigen Beteiligung in die OHG aufgenommen. Mit dem Niedergang der Firma Borgward war die Ford-Werke AG bestrebt, diese Händler aufzufangen und in ihr Händlernetz einzubinden. Am 4.9.1961 erhielt die Firma Bischoff ihren Haupt-Händler-Vertrag von der Ford -Werke AG. Der Vertrag enthielt eine Ausnahmeregelung, die besagte, dass die Firma Bischoff noch für ein weiteres Fahrzeuge der Marke Borgward verkaufen durfte. Zu dem Zeitpunkt war es nicht üblich mehrere Marken zu vertreten. Robert Bischoff zog sich 1971 in den wohlverdienten Ruhestand zurück und überließ seinem Sohn Otto seine Anteile.

Es gelang Otto Bischoff die Geschäfte zu mehren und seinen Mitarbeitern ein guter und gerechter Chef zu sein. Auch sein ehrenamtliches Engagement stand dem seines Vaters in nichts nach: Viele Jahre war er Mitglied des Innungsvorstand und äußerst engagiert, wenn es um Themen wie die Lehrlingsausbildung ging. Eine familiäre Nachfolgeregelung war Otto Bischoff nicht beschieden. Sein unternehmerischer Leitsatz lautete: „Ein Unternehmer ist ein Mann, der etwas unternimmt. Unternimmt er nichts mehr und ist zu vorsichtig, dann ist er kein Unternehmer mehr.“

1934: Robert Bischoff erwirbt Betrieb auf dem Großflecken

Nach vielen Gesprächen erwarb Robert Bischoff am 17. Februar 1934 den Handelsbetrieb auf dem Großflecken 54 von Heinrich F. Rohlf. Die Gechäfte entwickelten sich positiv für Bischoff, so dass er am 12. November 1934 auch den Reparaturbetrieb von Rohlf erwarb. In der heutigen Zeit würde sicherlich zuerst die Werkstatt und danach der Handelsbetrieb erworben. Eine weitere Besonderheit war die am 23. Juli 1935 durch die Handwerkskammer Altona ausgestellte Handwerkskarte. Die Handwerkskammer Lübeck und die Handwerkskammer Flensburg bestätigen gleichlautend, dass diese Handwerkskarte erst 1953 in Deutschland eingeführt wurde.

Robert Bischoff war Vertragspartner der Hansa Lloyd und vertrieb deren Fahrzeuge. Die ältere Generation wird sich noch wegen der aus Press-Sperrholz gebauten und mit Kunstleder bespannten Karosserie an den Namen „Leukoplastbomber“ erinnern. So wurden die Kleinwagen der Marke Hansa Lloyd liebevoll im Volksmund genannt. Robert Bischoff war auch Mitbegründer der Kfz.-Innung, die den offiziellen Gründungstag am 18.4.1936 hatte. Während des Krieges wurde die Firma Bischoff zum „HKP-Heimat-Kraftfahrzeug-Park“ ernannt. Fortan reparierten die Mitarbeiter des HKP in erster Linie Militärfahrzeuge, die mit Güterzügen in Neumünster angeliefert wurden. Der zuständige Oberfeldwebel Schmidt vom HKP teilte die zu reparierende Fahrzeuge auf die entsprechenden Betriebe auf. Nach ihrer Fertigstellung wurden sie dann wieder mit dem Güterzug an den jeweiligen Stützpunkt zurückgeschickt. Nach dem Krieg wurde der Betrieb enteignet und der englischen Militärverwaltung unterstellt. Die Räumlichkeit am Großflecken erwiesen sich als zu klein geraten und die Firma Bischoff zog in das Artillerie-Depot der Scholz-Kaserne in die Frankenstraße um.
In diesem Gebäude hatte sich auch die Firma Edeka, geführt von Dr. Schleifer, niedergelassen.

Robert Bischoffs Werdegang

Robert Bischoff

Robert Bischoff

Robert Bischoff wurde am 24. Februar 1894 in Vollerwiek (Eiderstedt) geboren. Nach abgeschlossener Ausbildung und Gesellenzeit fand er seinen Arbeitsplatz in Hamburg. 1925 kam er nach Neumünster und arbeitete bei Ed. Müller’s Wtw., einem renommierten Umzugsunternehmen. Sein Sohn, Otto, wurde am 6. Mai 1927 in Neumünster geboren. Robert Bischoff lernte während seiner Arbeit Heinrich F. Rohlf kennen, der eine Autoreparaturwerkstatt und einen Kraftfahrzeughandel in Neumünster Großflecken 54 betrieb.

Robert Bischoff

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